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ANNO 1800 - DIE BETA


anno-1800 Vorab gesagt, habe ich vorher noch nie wirklich Kontakt mit Anno spielen gehabt, als ich dieses Game in die Finger bekam. Dank Don_Joe, welcher sich für die Anno-Beta angemeldet hatte, verschaffte mir durch einen "Freundschaftscode" zugriff auf die Beta des neuen Teils dieser , wie ich später herausgefunden habe, echt genialen Spielreihe! Leider war die Beta viel zu kurz und hinterließ beinahe unerträgliche Gier nach mehr!



Mein erstes Mal mit Anno!

Streik in der Stadt von LaVolpina in Anno 1800
Eigentlich waren diese Art von Games nie wirklich so mein Ding. Lieber spielte ich welche in denen man sterben konnte, weil man durch Tollpatschigkeit irgendwelche Klippen runter stürzte, in die Attacken von Gegner rein rannte oder zum x. Mal gegen einen Boss verloren hatte. Da ich aber viel zu neugierig bin als mir ein kostenloses Game, wenn auch nur zur Probe, entgehen zu lassen, probierte ich es aus und gefangen war ich in meiner Sucht. Die Beta ging gerade mal ein paar Tage, aber diese reichten völlig aus um sowohl als Single- aber auch als Multiplayergame gute 40 Stunden (und mehr) meiner Zeit zu verspeisen und mich immer und immer mehr in die Welt von Anno eintauchen zu lassen, aus der ich gar nicht mehr hinaus wollte.
Meine ersten Dörfer und Städte waren noch total ungeplant und liefen eher in hohe Schulden und unzufriedene Bewohner hinaus. Gerne steckten meine Bewohner auch ihr eigenes Haus und das der Nachbarn in Brand. Scheinbar tun Menschen in Anno genauso unüberlegte Dinge, wenn sie wütend sind, wie die Menschen in der Realität. Aber naja, wenn es Spaß macht, sollen sie nur. Ist ja nicht mein Haus das brennt.
Nach ungefähr 2 Stunden Spielzeit hatte ich dann endlich herausgefunden wie ich meine Bewohner zufrieden stimmen konnte und versuchte mich an einer weiteren Insel. Großer Fehler. Während ich mich nun um die neue Insel kümmerte lief auf der anderen wieder alles schief. Nach ca. 5 Spielstunden hatte ich den dreh aber dann doch endlich mal raus und konnte auch mehrere Inseln gleichzeitig besiedeln. Allerdings wartete dann die nächste Hürde auf mich. Man konnte die Bauern tatsächlich aufwerten und die Leute wollten dann natürlich auch gleich mehr. War ziemlich praktisch für mich, da ich meine gesamte Insel mit Häusern bedeckt hatte und keinen Platz mehr für die neuen Dinge hatte die meine Bewohner so gerne haben wollten. So brannte bald die nächste Stadt dank Unzufriedenheit. Generell brannte bei mir ziemlich viel während der Beta.
Nachdem ich dann irgendwann herausfand dass ich für bestimmte Gebäude und Farmen eine Bestimmte Anzahl an passenden Bewohnern brauchte war ich erst einmal überfordert, was sich dann nach und nach aber legte und ich war dann doch sehr stolz auf mich als ich eine wunderschöne Insel mit vielen glücklichen Bewohnern Namens „Foxville“ und eine dreckige, stinkende und hässliche Insel mit vielen Fabriken und Schweinefarmen hatte. Ich nannte sie „Deponia“.

Vom Bauer zum Bürger und zum Handwerker

Die Bauern waren für mich als Neuling die perfekten Bewohner. Gib ihnen Essen und Trinken und sie sind zufrieden. Schön. Eine ganze Insel voller Bauern brachte mich auf ein hübsches Sümmchen als Stadtkapital für die weiteren Stufen, was ich definitiv brauchte da ich mich ständig verschuldete. Brauchte ich jetzt eine Fischerhütte mehr oder weniger? Ach, lieber von allem eins zu viel als zu wenig. Und schon war die Bilanz im Minus. Dank einem passenden Rechner, den ich im Internet fand war das Spielerlebnis doch viel einfacher! Natürlich hätte ich auch so schauen und beobachten können für wie viele Bauern zum Beispiel eine Fischerhüte reichen würde, da ich aber so schon gut überfordert war, habe ich mir den Luxus gegönnt und den Rechner benutzt bis ich irgendwann das Gefühl dafür hatte wie viel ich von was brauche.

Die Bürger waren ein wenig anspruchsvoller und plötzlich waren Dinge von Nöten die allerdings nicht so sauber und schön anzusehen waren wie die Felder der Bauern. Die Eisenfabrik und alles was dazu gehörte zum Beispiel verursachte nicht gerade wenig Dreck und wirklich schön sah es nicht aus. Da meine Bewohner aber zu gerne Feuer legten, wenn sie unglücklich waren, gab ich ihnen was sie wollten, doch auf einer anderen Insel. Dort hatte ich gerade so genug Bürger für die Fabriken und ihre Bedürfnisse auch nur so erfüllt, dass keiner meckerte. Sie waren nun mal nur zum arbeiten dort.

Die Handwerker waren für die Beta die letzte Stufe unserer Bewohner. An diese Stufe habe ich mich erst sehr spät herangetraut und so wirklich zufrieden bekam ich sie nie. Sie wollten Dinge haben, die es auf den Inseln der Karte nicht gab und leider reichte für mich die Zeit nicht mehr um dort noch alles zu erforschen und in die neue Welt zu gelangen. Aber auch wenn ich es nicht geschafft habe, werde ich euch über die Erlebnisse von Don_Joe erzählen, welcher ein richtiger „Annoholiker“ ist und sich auch schon mit den früheren Teilen beschäftigt hat. Dank seiner Erfahrung mit Anno, hatte er es in vielen Hinsichten leichter und schaffte daher in gleicher zeit viel mehr als ich.

Die Abenteuer des Don_Joe?

Übersicht der Stadt von LaVolpina in Anno 1800
Für mich waren Handwerker eine Herausforderung, wobei sie in keiner Weise die letzte Bevölkerungsstufe darstellen. Denn die Waren, die die Handwerker möchten, sind nicht mehr so einfach heranzuschaffen als bei den Arbeitern und Bauern. Interessant war dabei, dass Waren wie fertige Kleidung, aber auch Fisch, gar nicht mehr interessant waren, sondern diese nun eigene Nähmaschinen und Brot verlangten. Um natürlich richtig Geld in die Kasse zu spülen, fehlte natürlich ein Produkt: Der Rum. Diesen heran zu bekommen, benötigte die Expedition in die neue Welt. Denn nur da kann der Zuckerrohr angebaut werden, den man für das köstliche Gesöff benötigt. Die neue Welt zu besiedeln fühlte sich so echt an, denn man spürte, dass man weit weg von der alten Welt ist, obwohl man ganz schnell zwischen diesen beiden Karten wechseln konnte. Dennoch ist der Transport der Ware zwischen den Welten mühselig und benötigt viel Zeit. Am interessantesten für mich gestaltete sich der Bau von Zoo und Museum. Dieser wird nicht nur plump hingestellt und schmückt die Stadt. Erst durch die weiteren Expeditionen konnte man Tiere und Artefakte erlangen, welche man im Zoo und Museum ausstellt und die Insel somit verschönert.
In der neuen Welt erwarteten mich zwei neue Bevölkerungsgruppen, welche die modernen Einheimischen darstellen sollen. Die neue Welt erinnert stark an Südamerika und man stellt auch schnell fest, dass die Bedürfnisse der Einwohner anders aussehen, als die der britisch angelehnten Bevölkerung. Im späteren Verlauf wird diese Bevölkerung sehr wichtig sein, denn durch diese kommt man an Ressourcen heran, die man durch die Vegetation in der alten Welt nicht erhalten kann. Wohl werden auf diesen Inseln Produktionen entstehen, die später für die vierte und fünfte Bevölkerungsgruppe sehr wichtig sein werden. In der Beta war man aber in keiner Weise gezwungen, die neue Welt wirklich zu besiedeln, aber um die Handwerker, oder auch "Artisants" genannt, vollständig zufrieden zu stellen, bedarf es der Expansion auf diese Inseln. Nach den Erkenntnissen wird man später mit den Ingenieuren, die Ölvorkommen ausbeuten können, welche wohl eine wichtige Rolle für die Elektrifizierung der Inseln spielen werden. Sonst ist man doch recht eingeschränkt gewesen, was aber dem Spaß in keiner Weise schadete.

Der Mehrspieler-Modus

Am interessantesten fand ich den Mehrspieler-Modus, den ich zusammen mit Don_Joe und anderen wirklich gerne gespielt habe. Auch wenn wir ihn sehr friedlich gespielt haben, machte es doch Spaß zu sehen, was andere in gleicher Zeit mehr oder weniger als man selbst schafften. Meist war es mehr als ich schaffte, aber hey, ich war ja auch der Neuling hier!
Am meisten gefiel mir der Kampf gegen die Piratin zusammen mit Don_Joe. Zwar war er ziemlich einfach, da die Einstellungen passend getroffen wurden, so dass ich mich langsam auch an diese Spielmechaniken ran trauen konnte, dennoch war es schön mit anzusehen wie zwei Flotten einer Allianz auf die Piratin losging und sie elendig verlor. Ein wenig tat sie mir schon leid, immerhin waren allein in meiner Flotte fast 10 Schiffe und Don_Joe steuerte auch noch mal 5 Schiffe bei. Die Piratin hatte gerade mal 5-7 Schiffe die verwirrt durch die Gegend schipperten und regelrecht vor uns flohen.
Hätte ich auch gemacht.
Lustig fanden wir, dass die Piratin, trotz dass sie Besiegt und ihre Festung zerstört war weiterhin Schiffe nach uns schickte. Sie versanken wie alle anderen zuvor auch im Meer.
Mein Vergleich mit Anno 1404

Nach der Beta kribbelte es bei mir wirklich sehr unter den Fingernägeln und ich wollte mehr Anno spielen, da ich aber auf Anno 1800 noch so lange warten musste holte ich mir Anno 1404 um die Zeit zu überbrücken (Damit fing nebenbei eine weitere Sucht an!). Hier mein Vergleich und wieso ich mich noch mehr auf den Release von Anno 1800 freue:

Mit Anno 1404 war ich am Anfang erneut überfordert, denn auch wenn Don_Joe mir sagte, dass dieser Teil dem neuesten am ähnlichsten sei, ist er für mich persönlich völlig anders. So ist es zum Beispiel in Anno 1800 so, dass die Reichweite der Gebäude anhand der Straßen festgemacht wird, wodurch man schon ein wenig nachdenken muss wie man das Straßennetz am effektivsten einsetzt und lieber kurze „Seitengassen“ zwischen den Häusern einbaut anstatt wie in Anno 1404, wo jedes Gebäude einen Radius hat, die Straßen auch sehr lang sein können und es dennoch funktioniert. In Anno 1404 braucht es auch keine Arbeiter für Farmen, Fabriken, etc., während in Anno 1800 jeder Bewohner seines Standes nur bestimmte Gebäude betreiben kann und jedes Gebäude eine bestimmte Anzahl dieser Bewohner braucht.
Generell empfinde ich Anno 1800 als viel realistischer, was es aber auch um einiges schwerer macht. Auch wenn es schwerer ist, finde ich das Konzept dennoch viel besser, da ich gerne bei einem Spiel auch mal nachdenken muss. Von einem Spiel alles „in den Hintern geschoben“ zu bekommen, kann zwar auch ganz nett sein, nimmt einem nach längerer Zeit aber den Stolz etwas schweres geschafft zu haben. Ich für meinen Teil war jedenfalls sehr stolz auf mich, als ich meine Insel groß und schön aufgebaut hatte und sie auch noch funktionierte!
Am Ende kann ich nicht sagen, dass das eine Spiel besser als das andere ist. Alles was ich sagen kann, ist, dass mir die Herausforderung bei Anno 1800 besser gefällt und ich kaum noch abwarten kann es endlich wieder zu spielen.

Nebenbei, vorbestellt ist es schon. *freu*